Einkaufsleitfaden
Kambodscha oder Vietnam: Warum DALI als Fertigungspartner?
Chinesische Stoffe für Ihre Kollektion beibehalten und EU-Zollfreiheit für begünstigte Produkte nutzen: mit DALIs Fertigungsnetzwerk in China und Kambodscha.

Für Marken und Einzelhändler bietet DALI beim Vergleich von Kambodscha und Vietnam ein vernetztes Fertigungsmodell: Stoffentwicklung, Färberei, Elastikbandfertigung und Prüfungen in China, kombiniert mit etablierter Bekleidungs- und Sockenfertigung in Kambodscha. Ihr Team kann Materialien, Fertigung und Importkosten mit einer einzigen Unternehmensgruppe bewerten.
| Ihre Anforderung | Das bietet DALI | Ihr Nutzen im Einkauf |
|---|---|---|
| Materialauswahl | Stofffertigung, Färberei, Elastikbänder und Prüfkapazitäten in China. | Halten Sie Materialentwicklung und Bekleidungsfertigung eng verbunden. |
| EU-Importkosten | Fertigung in Kambodscha mit chinesischen Stoffen für Bekleidung, die für die zollfreie Einfuhr infrage kommt. | Vergleichen Sie die Einstandskosten, ohne dafür zwingend die Stoffquelle zu wechseln. |
| Serienfertigung | Drei bestehende Werke in Kambodscha, seit 2015 in Betrieb. | Planen Sie mit einem etablierten Fertigungsnetzwerk. |
| Künftiges Wachstum | Ein neuer Produktionsstandort, an dem die Testproduktion bereits läuft. | Besprechen Sie den Ausbau im Zusammenhang mit Ihrem aktuellen Produktionsbedarf. |
Beschaffung von Unterwäsche mit Stoffen aus China
Betrachten Sie Stoff, Passform und Markenbündchen im Zusammenhang, wenn Sie Produktionsländer vergleichen. DALI verbindet die eigene Stoffherstellung, Färberei und Elastikbandfertigung sowie die Prüfungen in China mit der Bekleidungsfertigung in Kambodscha. So kann dieselbe Unternehmensgruppe die Materialreferenzen, Musterfreigaben und den vorgeschlagenen Standort für die Serienfertigung Ihrer Unterwäsche gemeinsam prüfen.
Chinesische Stoffe beibehalten. EU-Zollvorteile prüfen.
Für begünstigte Bekleidungsartikel erlaubt Kambodschas EBA-Regelung, chinesische Stoffe in Kambodscha zu Bekleidung zu verarbeiten und zollfrei in die EU einzuführen, sofern die Ursprungsregeln erfüllt sind. Damit können Sie die benötigten Kollektionsmaterialien mit niedrigeren Importkosten verbinden.
Allein der Zuschnitt und das Nähen chinesischer Stoffe in Vietnam reichen in der Regel nicht für EVFTA-Präferenzen aus. Kambodscha kann deshalb bei geeigneten Produkten einen Vorteil bieten. Zollfreiheit gilt jedoch nicht für alle Bekleidungsartikel. Prüfen Sie Produkt und geltenden Zollsatz, bevor Sie Angebote vergleichen.
Großaufträge mit etablierter Fertigung planen
DALIs drei bestehende Werke in Kambodscha verfügen über 80 Fertigungslinien für Bekleidung und 700 Sockenstrickmaschinen. Die jährliche Gesamtkapazität der Gruppe in China und Kambodscha beträgt 180 Millionen Stück; die Gruppe hat bereits mehr als 100 Marken beliefert. Die Werkszuordnung und der Lieferzeitraum für Ihren Auftrag werden anhand der konkreten Anforderungen vereinbart.
Spielraum für Ihre nächste Wachstumsphase
Der neue Produktionsstandort in der Sonderwirtschaftszone Phnom Penh ergänzt DALIs Ausbauplanung um ein 36.000 m² großes Grundstück und 30.000 m² Gebäudefläche. Die Testproduktion läuft; der Standort ist noch nicht vollständig in Betrieb.
Geplant sind 30 Fertigungslinien für Bekleidung und 1.000 Sockenstrickmaschinen sowie Solarstromerzeugung, Energiespeicher und Verbesserungen der Arbeitssicherheit. Wenn Sie über mehrere Saisons planen, können Sie dieses konkrete Ausbauprojekt im Zuge der schrittweisen Inbetriebnahme in die Gespräche einbeziehen.
Ihre Anforderungen an Lieferanten besprechen
Materialqualität, Arbeitsstandards und Versorgungskontinuität gehören in dieselbe Beschaffungsentscheidung. DALI bekennt sich unter anderem zur freiwilligen Beschäftigung erwachsener Arbeitskräfte, zu Schulungen und medizinischer Unterstützung vor Ort.
Zum Audit- und Zertifizierungsportfolio der Gruppe gehören WRAP, amfori BSCI, Better Factories Cambodia, OEKO-TEX und GOTS. Bei der Lieferantenprüfung kann Ihr Team die für das vorgesehene Werk und die Produkte relevanten Nachweise besprechen.
Produktbezogene Voraussetzungen und weitere Details
Lässt sich in Kambodscha gefertigte Bekleidung aus chinesischen Stoffen zollfrei in die EU einführen?
Ja, für begünstigte, durch Zuschneiden und Nähen gefertigte Bekleidung, die die EBA-Ursprungsregeln erfüllt. Dafür können importierte Stoffe, auch aus China, verwendet werden. Zu prüfen sind die genaue Warennummer, die Ursprungsnachweise und der am Einfuhrdatum geltende Zollsatz. Der Vorteil gilt nicht für alle Bekleidungsartikel.
Verlangt EVFTA, dass jeder Rohstoff aus Vietnam stammt?
Nein. Für viele Bekleidungsartikel müssen grundsätzlich sowohl die Stoffherstellung als auch die Konfektionierung in Vietnam erfolgen. Die einschlägigen Kumulierungsregeln lassen jedoch Vormaterialien mit EU-Ursprung und koreanische Stoffe zu, die die Voraussetzungen erfüllen. Je nach Produkt können alternative Ursprungsregeln gelten. Allein der Zuschnitt und das Nähen chinesischer Stoffe in Vietnam begründen in der Regel keinen EVFTA-Ursprung.
Bei welchen Bekleidungsartikeln ist der EU-Zollsatz gesondert zu prüfen?
Damenunterwäsche und Nachtwäsche aus Maschenstoffen der Position 6108 sowie Babybekleidung aus Maschenstoffen der Position 6111 stehen nicht auf der EU-Liste zum teilweisen Entzug der Handelspräferenzen für Kambodscha von 2020. Herrenunterwäsche der Positionen 6107 und 6207, Büstenhalter der Position 6212 und viele Unterpositionen für Socken sind dagegen erfasst. Prüfen Sie die genaue zolltarifliche Einreihung, statt pauschal von Zollfreiheit für das gesamte Sortiment auszugehen. Für andere Zielländer gelten eigene Regeln.
Wie hoch kann die Differenz bei den Einfuhrzöllen sein?
Rechenbeispiel: Der konventionelle EU-Zollsatz für gestrickte oder gewirkte Damenslips aus Baumwolle unter KN 6108 21 00 beträgt 2026 12 %. Werden begünstigte Waren aus Kambodscha mit 0 % eingeführt, während für die Alternative 12 % gelten, ergibt sich bei einem Zollwert von 1 Million EUR eine Differenz von 120.000 EUR, vor Einfuhrumsatzsteuer und sonstigen Kosten. Diese Rechnung gilt nur unter den genannten Voraussetzungen und ist keine Zusage einer Ersparnis für jeden Auftrag.
Ist der neue Produktionsstandort in Kambodscha vollständig in Betrieb?
Nein. Die Testproduktion hat begonnen. Die 30 Fertigungslinien für Bekleidung und 1.000 Sockenstrickmaschinen sind geplant; sie beschreiben nicht die aktuell verfügbare Kapazität. Solarstromerzeugung, Energiespeicher und Verbesserungen der Arbeitssicherheit sind Teil des Ausbauplans. Der Meilenstein bei Life and Building Safety (LABS) wird für Q1 2027 angestrebt.
Worauf bezieht sich DALIs Angabe zur Jahreskapazität?
Die 180 Millionen Stück bezeichnen die jährliche Gesamtkapazität der Gruppe in China und Kambodscha, nicht allein die Kapazität der kambodschanischen Werke. Welche Kapazität für einen Auftrag verfügbar ist, wird anhand des Produktionsplans bestätigt.
Wer trägt die Einfuhrzölle?
Bei den üblichen Lieferbedingungen FOB, FCA, CIF oder DAP trägt der Käufer die Einfuhrzölle. Bei DDP liegt diese Verantwortung beim Verkäufer. Vergleichen Sie Angebote auf Basis derselben Lieferbedingung und halten Sie die Zuständigkeit vertraglich fest.
Handelsregeln und amtliche Quellen
- Handelsregelungen der EU mit Kambodscha
- Teilweiser Entzug der EU-Präferenzen: Warenpositionen
- Produktspezifische Ursprungsregeln des EU-Präferenzsystems GSP: Anhang 22-03
- Zollabbaupläne und Ursprungsprotokoll des Abkommens zwischen der EU und Vietnam
- EU-Zolltarif 2026: Verordnung 2025/1926
- EVFTA-Kumulierung mit qualifizierenden koreanischen Stoffen
- Einfuhrzölle und Pflichten nach Incoterms
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